Am 25. April wurde im Alten Bahnhof die Ausstellung „80 Jahre Basketball in Roßdorf“ feierlich eröffnet. Jens Meyer, zweiter Vorsitzender der Roßdorf Torros führte als Moderator durch den Festakt.
Zu Beginn skizzierte Meyer die Entstehungsgeschichte der Ausstellung und bedankte sich bei den über hundert Anwesenden für ihr großes Interesse. Den medialen Auftakt bildete anschließend ein fünfminütiges Video, das den Gästen das gestern, heute und morgen des Roßdorfer Basketballs – die zentralen Themen der Ausstellung – eindrucksvoll näherbrachte.
Als erster Redner gratulierte HBV-Präsident Michael Rüspeler den Torros herzlich zum Jubiläum. Er verdeutlichte, was Basketball-Deutschland dem Standort Roßdorf zu verdanken hat, und wies darauf hin, dass sowohl der Hessische Basketball Verband als auch der Deutsche Basketball Bund jünger sind als die Torros. Der im Gießener Basketball verwurzelte Rüspeler erinnerte sich zudem an verwunderte Geschichten aus seiner Kindheit über den berühmten Roßdorfer Freiplatz.
Ein besonderes Anliegen war es ihm, die Bedeutung von Theo Clausen hervorzuheben.
Als Wanderlehrer und Basketballtrainer prägte dieser viele wichtige Akteure des Sports. „Ich nenne einfach mal zwei ehemalige Nationalspieler mit Bernd Röder und Holger Geschwindner. Letzteren kennen wir alle als Mentor von Dirk Nowitzki. Das führt mich zu der Aussage: Ohne Roßdorf kein Nowitzki“, so Rüspeler – eine Herleitung, die beim Publikum auf große Begeisterung stieß.
Nach seinen Erfolgswünschen für die Zukunft des Roßdorfer Basketballs übergab Rüspeler das Mikrofon an Norman Zimmermann. Der Bürgermeister der Gemeinde Roßdorf drückte in seinen einleitenden Worten seine Freude darüber aus, in diesem Rahmen viele vertraute Gesichter aus seiner Kindheit wiederzusehen.
Zimmermann unterstrich die Bedeutung der Torros – nicht nur in sportlicher, sondern vor allem auch in gesellschaftlicher Hinsicht. Mit einer persönlichen Anekdote berichtete er von den Erfahrungen des ehemaligen Ministerpräsidenten Hessens (und einstigen Basketballers) Volker Bouffier in Roßdorf. Abschließend würdigte der Bürgermeister die großen Erfolge Roßdorfer Akteure auf dem nationalen und internationalen Parkett. Exemplarisch nannte er Klaus Metzger als Schiedsrichter bei den Olympischen Spielen sowie Michael Gutting als aktuellen Schiedsrichter, aber auch Theo Clausen als ersten Nationaltrainer, nach dem man 2018 eine Straße benannte.
Besonders lobte Bürgermeister Zimmermann die herausragende Jugendarbeit der Torros. „Hier erhalten die Jugendlichen nicht nur sportliche Förderung, sondern knüpfen auch neue Freundschaften“, betonte er. Er würdigte zudem die zukunftsorientierte Arbeitsweise und die sportlichen Akzente, die die Abteilung über viele Jahre hinweg gesetzt hat.
„Es erfüllt mich mit Stolz, eine so aktive und traditionsreiche Basketballgemeinschaft in unserer Mitte zu wissen. Die Torros stehen für sportliche Leistung und gesellschaftliches Engagement, getragen vom Herzblut vieler Ehrenamtlicher“, fasste Zimmermann zusammen.
Als sichtbares Zeichen des Dankes für diese gelebte Vereinskultur überreichte er zum Abschluss seiner Rede eine Spende für die Abteilung.
Im Anschluss ergriff Steven Günther-Scharmann, Vorsitzender des Hauptvereins SKG Roßdorf 1877 e.V., das Wort: „Heute ist ein ganz besonderer Tag für die Basketballabteilung, für Roßdorf und für den Basketball in Deutschland. 80 Jahre Basketball in unserer SKG, das ist weit mehr als nur eine Zahl.“
Es sei eine Geschichte voller Leidenschaft, Gemeinschaft, Engagement und sportlicher Entwicklung. Mit Hochachtung sprach er vom Mut und Weitblick der Gründergeneration in einer Zeit, in der vieles noch im Aufbau war.
Nach einem umfassenden Dank an alle Aktiven, Trainer, Funktionäre, Helfer und großzügigen Sponsoren schloss auch der SKG-Vorsitzende seine Rede mit einer Überraschung ab: Um die lebendige und werteorientierte Abteilung weiter zu unterstützen, übergab auch er eine Spende des Hauptvereins.
Den Abschluss bildete die Ansprache von Angelina Becker, der Vorsitzenden der Basketballabteilung. Sie drückte ihre große Freude darüber aus, so viele Gäste zum Jubiläum der Torros begrüßen zu dürfen.
Auch für sie bedeuten 80 Jahre Basketball in Roßdorf mehr als eine bloße Zahl: „Es ist eine Geschichte von Menschen, von Leidenschaft, von Engagement und von einem Sport, der Generationen verbindet. 80 Jahre Torros Roßdorf, das ist mehr als Basketball.“
Becker hob in ihrer Rede auch den Weg Theo Clausens und die Anfänge des Basketballs in Deutschland hervor. Sie betonte die Werte, mit denen der Sport nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs in Roßdorf seinen Ursprung fand – in einer Zeit, in der vieles neu entstehen musste. Diese Ideen und Werte, so Becker, leben in den Hallen Roßdorfs bis heute weiter.
In der Ausstellung gehe es daher nicht nur um historische Fotos und Dokumente, sondern vor allem um Geschichten: Geschichten von Menschen, von Erfolgen, von Niederlagen und von unvergesslichen Momenten.
„Vor allem aber sehen wir die Menschen, die alles hier möglich gemacht haben. Trainerinnen und Trainer, Spielerinnen und Spieler, Schiedsrichter, Vorstände, Helferinnen und Helfer. Generationen von Ehrenamtlichen, die mit unermüdlichem Einsatz diesen Verein geprägt haben. Ohne dieses Engagement gäbe es keine 80 Jahre Basketball in Roßdorf! Dafür möchte ich heute im Namen des gesamten Vereins Danke sagen!“, betonte die Vorsitzende.
Besonders erfreut zeigte sie sich über die Anwesenheit von Elisabeth Schindel, Werner Krinds, Ali Rückert und Ortwin Zimmermann – Zeitzeugen, die die Anfänge des Basketballs in Roßdorf und Umgebung hautnah miterlebt haben.
Abschließend richtete Becker ihren Dank an die anwesenden aktuellen und ehemaligen Funktionäre der Gemeinde, des Hauptvereins, der Basketballabteilung und des Basketballverbands sowie an alle Helfer, die die Ausstellung durch ihre engagierte Mitarbeit Wirklichkeit werden ließen. Ein besonderer Dank galt zudem der Stiftung Flughafen Frankfurt, durch deren finanzielle Förderung des Projekts „Von der Wiege des Deutschen Basketballs zur Heimat für alle – 80 Jahre Basketball in Roßdorf“ unter anderem diese Ausstellung ermöglicht wurde.
Die Roßdorf Torros bedanken sich herzlich bei allen Gästen der Eröffnungsfeier und freuen sich über viele weitere Besucher. Die Ausstellung kann noch bis zum 10. Mai jeweils samstags und sonntags von 10:00 bis 17:00 Uhr besichtigt werden.










