Fahrten in die nähere Umgebung oder auch ins Ausland sind heute eine Selbstverständlichkeit. Private PKW bringen die Mannschaften zu den Spielen. 1948 zur hessischen Meisterschaft in Gießen war ein US-Truck der Retter in der Not.
Heute gehört Radfahren zu einer der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen, doch zu Anfang der Roßdörfer Basketballzeit fuhr man Rad, weil kein anderes Verkehrsmittel zur Verfügung stand oder es einfach am Geld für eine Fahrkahrte fehlte. Würzburg, Stuttgart, Augsburg waren Ziele ausgedehnter Radtouren. Auch wenn auf den letzten Kilometern die vermeintliche Abkürzung zur Verlängerung wurde, zum nächsten Ziel „strampelte“ man wieder gemeinsam. Heppenheim oder sogar Bad Kreuznach, das waren Tagestouren, auch für Jugendmannschaften. 1951 zog es die Roßdörfer zum erstenmal ins Ausland. Mit dem Touringbus ab Frankfurt war Luxemburg das Ziel.
Geschmuggelt haben Sie auch, die Roßdörfer Basketballer, etwas Kaffee für die Familie daheim, ein paar Zigaretten und sogar Geld nach Leipzig. Glücklicherweise waren die Bälle 1957 noch geschnürt, so war zwischen Blase und Lederhülle genügend Platz für einige Scheine.
Heute wären Fahrten in die Schweiz, nach Wien, Luxemburg und Frankreich oder durch Nord-, Süd- oder Westdeutschland von über einer Woche Dauer kaum noch zu realisieren. Aber in den fünfziger und sechziger Jahren waren diese Fahrten für die meisten Basketballer „Urlaubsreisen“ und eine gute Gelegenheit, Land und Leute kennenzulernen.
Durch diese Reisen wurden viele Kontakte im In- und Ausland geknüpft, die zu zahlreichen Gegenbesuchen führten. Die Turniere mit Mannschaften aus Bettembourg, Neuchatel, Wien, Mersch oder Essen, Wuppertal, Göttingen und der näheren Umgebung waren eine tolle Sache.
Die SKG Roßdorf beteiligt sich mit einem zweiten Platz am Schloßplatz-Turnier in Stuttgart. Hin- und Rückfahrt werden mit Fahrrädern zurückgelegt.
Erste Auslandsfahrt nach Luxemburg zu einem Spiel gegen Sporting-Nitia Bettembourg. Roßdorf gewinnt 32:30.
Eine belgische Mannschaft aus Arlon nimmt mit Sparta Bartringen (Luxemburg) an einem Turnier in Roßdorf teil. Fahrradtour durch Baden-Württemberg mit sechs Siegen aus sieben Spielen.
Mit der BSG Motor Lauchhammer stellt sich erstmals eine Mannschaft aus dem Osten Deutschlands vor. Roßdorf gewinnt 64:46.
Turnierteilnahme in Aarau (Schweiz) mit sechs Siegen in neun Spielen.
Internationales Basketball-Turnier in Roßdorf mit Neuchatel (Schweiz), Wien-Gumpendorf und Mersch (Luxemburg). Die Wiener gewinnen aufgrund des besseren Korbverhältnisses.
Wettspielreise nach Österreich mit Spielen in Salzburg und Wien. Bilanz: vier Siege und eine Niederlage.
Fahrt nach Mersch (Luxemburg).
Mit der DHFK Leipzig kommt eine spielstarke DDR-Vertretung nach Roßdorf. Die Herrenmannschaft verliert 54:70, die Jugend kann sich knapp behaupten.
Internationales Turnier mit Les Pierrots Straßburg, den Freunden aus Mersch und der TSG Darmstadt. Roßdorf kann gewinnen.
Fahrt mit Damen, Herren und männlicher Jugend nach Leipzig und Lauchhammer.
Erfolgreiche Norddeutschlandfahrt mit Spielen in Hannover, Braunschweig, Hamburg, Bremerhaven, Oldenburg und Göttingen. Sechs Siegen steht nur eine Niederlage gegenüber.
Internationales Turnier mit Pacedero Jockey Club Barcelona, einer griechischen Mannschaft der TH Darmstadt, TUSPO Göttingen und der SKG Roßdorf. Die Spanier werden überlegener Sieger.
Sporting-Nitia Bettembourg (Luxemburg) wird Turniersieger in Roßdorf.
Westdeutschlandfahrt der Herrenmannschaft mit Spielen in Koblenz, Wuppertal, Düsseldorf, Essen und Kassel.
Rotweiß Essen gewinnt das Turnier um den Wanderpreis der Gemeinde.
Dießmal heißt der Sieger um den Wanderpreis der Gemeinde TV 1846 Heidelberg.
Schwarzwaldfahrt der 1.Herrenmannschaft mit Spielen in Stuttgart, Freiburg, Lörrach und Säckingen. Ende einer erfolgreichen und schönen Zeit in allen Teilen Deutschlands und um nahen Ausland.
Im Juli 1967 stand nur ein PKW zur Fahrt nach Laubach und Würzburg zur Verfügung. So mußte ein Teil der Mannschaft die Reise mit der Bahn antreten. Vater Metzger holte erfreulicherweise die Bahnfahrer in Würzburg ab. Dies war der Versuch, die Tradition der „Alten“ noch einmal aufleben zu lassen.
Im nächsten Jahr ging es dann mit zwei PKW quer durch den Schwarzwald nach Säckingen.
1969 war Wuppertal und 1970 Koblenz das Ziel, bevor dann 1971 mit einer Fahrt nach Osnabrück das Ende der Touren kam. Erfolge gab es viele, nicht nur auf dem Spielfeld.
Dazwischen ging die Reise immer wieder nach Stuttgart. Beim Hugo-Murero-Wanderpreis trafen sich die Stärksten Jugendmannschaften aus dem gesamten süddeutschen Raum in Degerloch unterm Fernsehturm.
Über Ostern im Jubiläumsjahr 1996 fuhren die B-Jugendlichen mit ihrem Trainer in einem Kleinbus nach Malgrat in der Nähe von Barcelona zu einem internationalen Turnier. Selbst 14 Stunden Fahrzeit für eine Strecke waren kein Hindernis. Oder doch? Zwei Niederlagen und ein Sieg, wenn auch gegen den Gruppenersten, reichten nicht zum Einzug in die Finalrunde. So war Zeit für Meer, Sand, Leute und Barcelona.
Spaß hatten sie alle, auch ihr Trainer Heinrich Prinz.
Denn international zu spielen, ist immer eine Herausforderung.
32 Teilnehmer reisen in die neue Partnerstadt Roßdorfs, nach Reggello/Italien.
Die MU16 reist nach Fojnica/Bosnien auf ein internationales Turnier.
Die MU16 reist auf das Osterturnier nach Wien/Österreich.
Eine knapp 100 Personen starke Reisegruppe macht sich auf den Weg nach Reggello/Italien.
Die MU12 reist auf das Osterturnier nach Wien/Österreich.
Die WU14 reist nach Paris/Frankreich auf ein internationales Turnier.